Symposium 2011 in Winterthur
Am 18. und 19. November kamen rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mehrheitlich aus ICB-Schulen, zum Bildungssymposium in Winterthur zusammen. Wir freuten uns aber besonders, dass weitere christliche Privatschulen und Lehrpersonen aus der Volksschule dazu gestossen waren.
Die zwei Schwerpunkte - "gemeinsames Bauen" und "Werkzeuge für den Schulalltag vermitteln" - wurden in den Referaten, den Workshops und den gemeinsamen Aktivitäten von verschiedenen Seiten beleuchtet.
In der Schlussveranstaltung informiert uns Daniel Kummer (VBG) über den momentanen Stand des Lehrplan 21 und zeigte auf, was Teile davon für Privatschulen bedeutsam werden könnten. Luc Bussière (Collège Daniel, Elsass) berichtete von den Herausforderungen, die sie zu meistern haben und welche Lehren wir in der Deutschschweiz daraus ziehen können.
Dieses Symposium hatte einige interaktive Programmpunkte, welche den Teilnehmenden viele Möglichkeiten boten sich einzubringen. Die Auswertung der Feedbacks zeigte, dass dies von einer grossen Mehrheit geschätzt wurde.


Eric Flury moderiert Berichte von verschiedenen Schulen.


Die Schulkooperative Biel eröffnete eine Filiale in Steffisburg.


Das interessierte Publikum


Lukas Bär erläutert das System "Klasse".



Workshop Kommunikation

Erziehen - eine Sache von Beziehungen: Symposium 2010
Vor der atemberaubenden Kulisse des Genfersee und der Alpen führten Instruire und ICB in St-Légier das Symposium 2010 durch. Etwa 100 Lehrerinnen und Lehrer nahmen an dem abwechslungsreichen Programm mit verschiedenen Beiträgen, Workshops, Referaten und Anbetungszeiten teil.
Vom Röstigraben merkte man nichts - im Gegenteil: Eine gegenseitige Wertschätzung war deutlich spürbar. So ehrte zum Beispiel die deutschschweizer Initiative für christliche Bildung Luc Bussière mit dem auf 1000 Franken dotierten Francke-Preis. Instruire, ein Netzwerk von christlichen Schulen aus der Romandie, leistete den Grossteil der organisatorischen Arbeit und verwöhnte die Deutschschweizer mit kulinarischen Leckerbissen aus den verschiedenen westschweizer Kantonen.
Die Referate von Luc Bussière und die diversen Workshops vermittelten Grundlagen für Bildung auf der Basis des christlichen Glaubens. Einmal mehr zeigte sich der reiche Schatz an Weisheit und Erfahrung des Schulgründers, Pastors und Philosophen Bussière. ICB veröffentlicht frühere Vorträge von ihm in dem Arbeitsheft "Die Bedeutung der Weisheit für die Erziehung und Bildung". Es kann über ICB bestellt werden (siehe Publikationen).
Beispiele für die praktische Anwendung im Unterricht und Berichte von mutigen Initiativen und Schulgründungen motivierten und inspirierten ebenfalls. Eine Lehrerin formulierte es so: "Ich wurde so richtig erfüllt und gestärkt durch das Symposium."
Auch die Organisatoren ziehen eine überwiegend positive Bilanz des Anlasses. Es ist daher naheliegend, dass Instruire und ICB für das Jahr 2012 erneut ein gemeinsames Symposium planen.


Eric Flury (ICB) und Eric Tendon (instruire.ch)


Spiele zum Aufwärmen und zum Überwinden der Sprachbarriere


Luc Bussière (rechts) erhält den Francke-Preis und das erste Exemplar des übersetzten Arbeitsheftes.


Kraftvolle Anbetung in Deutsch und Französisch


Die Deutschschweizerinnen geniessen die Spezialitäten aus der Romandie.


Das Panorama

Christlicher Glaube und Unterricht
Vom 12. bis zum 15. Juli führten ICB, VBG und SalZH gemeinsam eine Fortbildung mit David Smith vom Calvin College durch. David zeigte anhand verschiedener Beispiele auf, wie der Unterricht vom christlichen Glauben her geprägt werden kann. Unser Menschenbild hat einen direkten Einfluss auf die Methode, die wir wählen. Wer davon überzeugt ist, dass Menschen letztlich denkende Maschinen sind, wird anders unterrichten, als derjenige, der in seinen Schülerinnen und Schülern das Ebenbild Gottes sieht - geschaffen mit einem Geist, mit Emotionen, Verstand, Willen, der Fähigkeit verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen und einem Körper. Die Methode - David bevorzugt den Begriff Pädagogik -  trägt also in sich eine Botschaft.

Warum lernen wir Fremdsprachen?
Die gängigen Antworten dazu könnten etwa so lauten: Damit ich reisen kann, eine Cola bestellen kann, einen guten Job bekomme und viel Geld verdiene. Aus christlicher Sicht sind diese Motive zumindest ergänzungsbedürftig. Man könnte zum Beispiel eine Fremdsprache lernen, um von einem anderen Volk etwas zu lernen. Man könnte damit seinen Respekt ausdrücken. Es wäre ja auch denkbar, dass man nicht nur als Tourist zu seinem eigenen Vergnügen in ein fremdes Land reist, sondern als Entwicklungshelfer, Missionar oder Pilger.

Christliches Lesen
Der Ausdruck an sich wirft schon Fragen auf: Was in aller Welt soll am Lesen christlich sein? David legte dar, was christliches Lesen ist. Es bedeutet einen Text mehrmals, langsam, offen moralischen Ansprüchen gegenüber, gemeinschaftlich, wohlwollend, lernwillig und veränderungsbereit zu lesen. Es steht eine Haltung des Geniessens, Suchens und der Wertschätzung dahinter. Sehr oft allerdings fördern wir in der Schule eine andere Art des Lesens. Es muss in kurzer Zeit möglichst viel Text überflogen werden. Die wichtigsten Informationen müssen erfasst werden und oft wird vorschnell ein oberflächliches Urteil gebildet. Die Haltung dahinter ist Konsum und Kontrolle.
David unterrichtete im Calvin College einen Kurs, in dem er eben die christliche Arte des Lesens förderte. Dabei liess er Texte mehrmals lesen und stellte Aufgaben, die nur dann gelöst werden konnten, wenn man den Text in der oben beschriebenen Art ergründet hatte. Eine Studentin erzählte dann von dem Einfluss, der dieser Kurs auf ihr Leben gehabt hatte. Sie merkte, dass sie die Leute ebenso oberflächlich gelesen hatte, wie die Texte. Durch den Kurs fand sie zu einer anderen Haltung und konnte den Leuten anders begegnen. Nicht der Inhalt der Texte hatte diese Veränderung bewirkt, sondern die Praxis des "christlichen Lesens".

Umsetzung
Angeregt machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran, diese Erkenntnisse in die Unterrichtsplanung einfliessen zu lassen. Im Deutsch, Englisch, Französisch und dem Thema Sexualkunde entstanden neue Lektionen, Ideensammlungen und Konzepte. Dabei besuchte David als Coach die einzelnen Gruppen,  hörte zu, stellte Fragen und gab gezielte Tipps. Die Präsentation der verschiedenen Produkte zeigte, dass die Inputs von David auf fruchtbaren Boden gefallen waren.
Man kann sicher sagen: Es war eine sehr wertvolle und inspirierende Zeit für die Teilnehmenden.


Rückmeldungen
Es war ein guter Mix von geistlichen und pädagogischen Themen, wobei das eine ins andere wirkt.


Die Chill-out-Lounge war toll! Sehr gemeinschaftsfördernd.


Der pädagogische Postenlauf war super! Es gab die Möglichkeit zum Kennenlernen und auch ein wenig "mal nur Spass haben". Das tut uns Pädagogen gut, da wir sonst häufig die Liefernden sind.


Die verschiedenen Schulzimmer inspirierten mich auch.

Die Gastfreundschaft der SalZH war so wohltuend.

Die Verpflegung war auch hervorragend.


Einige SchülerInnen der SalZH beim Einsatz:



Ob's ankommt...
... liegt am Sender - meistens jedenfalls.

ICB organisierte diesen Workshop mit dem Ziel, die schriftliche und mündliche Kommunikation der Schulen zu verbessern.
Referate im Plenum und vertiefende Workshops zu verschiedenen Formen der Kommunikation gaben den Teilnehmenden wertvolle Hinweise. Matthias Asendorf, Ilona Ingold und Marnie Hux, alles Kommunikations-Profis, zeigten auf frische und kompetente Weise, wie wir uns noch besser mitteilen können.
Die verschiedenen Schulen hatten auch die Gelegenheit, ihre Informationsmaterialien und Websites beurteilen zu lassen. In einem kurzen Gespräch zeigten die ReferentInnen auf, wo noch Verbesserungspotential vorhanden ist.
Die Salta in Gränichen beherbergte den Anlass. Mit ihrer herzlichen Gastfreundschaft haben die Salta-Leute viel zum Gelingen beigetragen.
Ob das Ziel - verbesserte Kommunikation - erreicht wurde, lässt sich erst sagen, wenn die Inputs von den Schulen umgesetzt werden.
Ein Schritt in die richtige Richtung war es auf jeden Fall.


Gedankensplitter

Die folgenden Gedankenanstösse stammen aus den Referaten von Luc Bussière.

"Erziehung findet gemäss der Bibel immer in einer Bundesbeziehung statt."

"Es gibt keinen Bereich in der Welt, der nichts mit dem Glauben zu tun hat."

"Man erzieht für morgen. Eine Gesellschaft ohne Hoffnung für die Zukunft hat grosse Schwierigkeiten, ihre Jugend zu erziehen."

"Wir haben vergessen, welche enorm positiven Auswirkungen die christliche Bildung für Europa hatte."

"Auswendiggelerntes ist ein Schatz im Herzen. Es bereichert das innere Leben und prägt die Moral."


Kinder: Um sie geht es!

Vorträge 2009

Die Vorträge von Dr. Bueb und Luc Bussière können hier heruntergeladen werden. 

1. Vortrag von Dr. Bueb
2. Vortrag von Luc Bussière Teil 1
3. Vortrag von Luc Bussière Teil 2



Das Manuskript zum Vortrag von Dr. B. Bueb finden Sie unter diesem Link:

Charakterbildung in einer unmoralischen Zeit.pdf